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Die%20Europ%C3%A4ische%20Mikrofinanzwoche%20ging%20am%20Mittwoch%20in%20Luxemburg%20zu%20Ende





Luxemburg (05.12.2017) -

Die Europäische Mikrofinanzwoche ging am Mittwoch in Luxemburg zu Ende. In einer provokativen Abschlusssitzung wurde die Frage gestellt, welche Richtung der Sektor in den nächsten 5-10 Jahren einschlagen wird.

EMW ist eine jährlich stattfindende Konferenz, die von der European Microfinance Platform (e-MFP) ausgerichtet wird. Dieser mitgliedergelenkten Organisation gehören mehr als 130 Investoren, Regierungsorgane, Beratungsstellen, NGO, Forscher und Akademiker an, die die Kooperation unter europäischen Organisationen, die in Entwicklungsländern tätig sind, durch Grundlagendebatten und -forschung voranbringen wollen.

In diesem Jahr wurde die EMW von 490 Delegierten und Rednern von 80 Organisationen besucht, die in über 30 Sitzungen Themen wie kostengünstige Technologien für Finanzdienstleister, verantwortungsbewusster Ausstieg, Erreichen von Skalenvorteilen im inklusiven grünen Finanzsektor, Finanzierung von Jugend- und Landwirtschaftsprojekten im ländlichen Raum, Anlagenfinanzierung & Mikroleasing, Aufskalierung afrikanischer MFI und Flüchtlingsfinanzierung ausloteten. Zum ersten Mal gab es eine Sitzung im TED-Format mit Einzelvorträgen zu den Themen "Reichen Smartphones für Bauern aus?", "Befähigung der Kunden für sinnvolle finanzielle Inklusion" und "Der Nutzen der zentralen Datenverwaltung in der Mikrofinanzbranche".

Neben den Sitzungen fanden Plenarsitzungen statt, unter anderem zum Thema "Weibliche Klienten ? Stärkung der Rolle der Frau: Jenseits der Zahlen", in der argumentiert wurde, dass die Stärkung der Rolle der Frau "ein Verständnis der Frauen und ihrer Bedürfnisse innerhalb ihrer Lebensumstände voraussetzt". In einer anderen Sitzung wurden die drei Finalisten des European Microfinance Award 2017 in der Kategorie Mikrofinanzierung für Wohnraum verkündet. Der Preis ging an Cooperativa Tosepantomin, eine mexikanische Kooperative, die Sparkonten und Kredite für Wohnraum in Kombination mit technischer Unterstützung für Kunden im ländlichen Raum anbietet.

Die Konferenz endete am Freitag mit einer Abschlusssitzung, an der Paul DiLeo von Grassroots Capital Management, John Alex von der indischen Equitas Small Finance Bank, Tim Ogden von der Financial Access Initiative und Renée Chao-Béroff von PAMIGA teilnahmen. Wie wird sich der Sektor im nächsten Jahrzehnt aufstellen? Chao-Béroff vertrat die Meinung, dass MFI, die ihre Rolle in der Wertschöpfungskette als Mittel und nicht als Zweck sehen, einen Innovationsvorsprung haben werden, während die anderen 'den Zug verpassen werden'. Alex argumentierte, dass es auf "Spezialisierung und Synchronisierung von Produkten ankommen wird", um "eine massive Nachfrage zu erreichen." Ogden zeigte sich querdenkerisch und kritisch: "Der Mikrofinanzsektor begann mit einer Gruppe von Institutionen, denen die Kunden wichtig waren; den digitalen Anbietern von heute...geht es nicht um die Bereitstellung von Mehrwert, sondern um die eigene Wertabschöpfung". Auf der anderen Seite bedeutet die zunehmende Beteiligung kommerzieller Banken, dass durch Mikrofinanzierung wie erhofft ausgegrenzte Menschen in das formelle Bankensystem aufgenommen werden -- und hier ziehen alle Mitglieder der e-MFP an einem Strang.

Weitere Informationen zur EMW2017 finden Sie hier.
http://www.e-mfp.eu


European Microfinance Platform (e-MFP),
Niamh Watters







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