Usability-Testings
von Fries Websolutions
Usability-Testing dient zur Sicherung und der Benutzerfreundlichkeit einer
Website. Während in den USA solche Tests bei der Seiten-Entwicklung mittlerweile Standard sind, werden sie hierzulande
immer noch vernachlässigt. Aber immer mehr Entwickler machen es sich zur
Aufgabe, dass Usability-Tests feste Bestandteile der Webseiten-Entwicklung sein
sollten. "Was man nicht findet, kann man auch nicht
Kaufen". Deshalb wird vom Auftraggeber oft erwartet, dass in dem Webentwicklungsprozess verschiedene Testverfahren eingesetzt werden, um Besucher nicht durch komplizierte Anwendbarkeit einer Site zu
verunsichern. Usability-Testing - wie geht das? In
einem Usability-Test wird ein Praxisfall simuliert. Das Ziel dabei ist, eine
Rückmeldung der Benutzer über die Benutzerfreundlichkeit einer Website zu erhalten. Dabei
gibt es die unterschiedlichsten Methoden, wobei in einem Einzelgespräch mit dem Probanden zu erfahren
ist, ob eine Seite oder deren Prototyp den Vorstellungen entspricht. Was
für Techniken und Verfahren dabei angewandt werden, spielt eine untergeordnete Rolle. Denn
alles läuft im Prinzip, bei allen Methoden, auf das Gleiche hinaus. Eine Testperson beobachtet einen sorgfältig ausgewählten Probanden bei der Benutzung des Prototyps einer Website. Der Testperson wurden dabei praxisbezogene Aufgaben vorgegeben. Im Anschluss daran erhält der Tester (auch Moderator genannt) die detaillierte
Rückmeldung des Probanden zur der Anwendbarkeit der Seite. Eine Anwesenheit des Moderators während des Nutzertests ist nicht unbedingt notwendig. Um die Beeinflussung des Probanden möglichst
klein zu halten, kann man die Aussagen auch aufzeichnen. Eine diskrete Videoaufzeichnung erscheint
hier als sinnvoll, weil man nachträglich auch noch Details analysieren
kann. Die meisten Tests beziehen verschiedene Plattformen mit unterschiedlichen Internetzugängen ein. Der Teilnehmerkreis besteht
meist aus einer Gruppe repräsentativer Anwender mit dem unterschiedlichem Bildungsniveau und unterschiedlichen Interneterfahrungen. Die Rekrutierung der Testpersonen orientiert sich streng an
einer Zielgruppe. Ist diese noch nicht bekannt, macht man zunächst eine Zielgruppenanalyse. Nach
den Untersuchungen des so genannten "Usability-Gurus" Jacob Nielsen deckt eine Testgruppe von 3 Personen bereits 80% der Userprobleme auf. Anhand der Auswertung der Teilnehmererfahrungen aus Anwendersicht werden anschließend Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet und realisiert. In welchem Entwicklungsstadium
sollte getestet werden? Man sollte von Anfang an und in allen Phasen des
Prozesses. In den USA sind mittlerweile schon Tests mit Prototypen von Navigationsstrukturen
ganz normal, um herauszufinden, was sich die jeweiligen Benutzer von den bestimmten Navigationsbegriffen erwarten.
Denn schon am Anfang einer Site-Entwicklung, werten Forschungstests die Beiträge der beteiligten Probanden aus. Denn
die Erfahrungen und Erwartungen der zielgruppenkonformen Benutzer entsprechend kann
ein Entwicklungsteam schon hier über die passende Navigation und Funktionalität entscheiden. Kurz vor
Fertigstellung eines neuen Webauftritts werden Assessment-Tests durchgeführt.
Denn hier zeigt sich, ob die Entwickler die Rückmeldung der vorangegangener Tests richtig
ausgearbeitet haben, oder ob es zu Änderungen in der Anwendung kommt, die aber
meistl relativ einfach zu behoben werden können. Nach erfolgtem Webauftritt, sind
die Auswertungstests angebracht, mit denen man den Erfolg einer neuen Site bewertet
kann. Im einem Vergleich mit dem Angebot der Konkurrenz, stufen die Testpersonen den Webauftritt in eine Wertungsliste ein. Diese Liste ist für die Auswertung des Erfolgs eines Projekts
sehr wichtig. Aber bei jedem Tests gilt, dass die durchgeführten Veränderungen an einer Site weitere Tests erforderlich
sind. Denn nach Beheben eines Problems, sind andere Probleme meist offensichtlich. |