Die Lesbarkeit von einem Bildschirmtext

von Fries Websolutions

Aber wie muss denn ein  Bildschirm tauglicher Text beschaffen sein? Beachten sie das das Lesen am Bildschirm ist wesentlich mühsamer ist als das Lesen von Papier. Eine Studie belegt, dass Papierleser wesentlich schneller lesen, viel länger durchhalten und auch mehr vom dem Gelesenen wieder geben können als der Bildschirmleser. Die Studie zeigt auch, dass das bei dem Bildschirmlesern die Augen und die Nackenmuskulatur stärker belastet werden als bei den Papierlesen.

Die gute Lesbarkeit  der Texte muss man genauso berücksichtigen, wie den Lesevorgang, die Lesart und die Nutzenerwartung. Natürlich aber auch die technischen Vorgaben und Einschränkungen.


Auf Sinnsuche ... hier muss buchstabiert werden!

Denn beim Lesen folgen die Augen von links nach rechts. Wortbilder werden dann erkannt und als Impulse an das Gehirn weitergegeben. Nur ein Leseanfänger wird buchstabieren! Ein geübte Leser erkennt Wortbilder. Die so erkannten Worte werden im Gedächtnis mit bereits gespeicherten Begriffen verglichen. Bei dem  Lesevorgang werden lange Wörter in Millimetersprüngen gescannt und in dem Kurzzeitgedächtnis wieder zusammengesetzt: Der Sinn wird gesucht.

Desto mehr Begriffe bereits im Gedächtnis vorhanden sind, umso schneller und flüssiger kann der Mensch lesen. Also entscheidet über die Lesbarkeit, die Wortwahl und auch die Deutlichkeit von Wortbildern. Für das jeweilige Verständnis ist das Lesen im Zusammenhang wichtig. Also die Sprache  und die Textorganisation steuern die Benutzerfreundlichkeit von Webseiten.

Zur Sprache
Benutzen sie gebräuchliche Worte, bekannte Begriffe und überschaubare auch Sätze, denn das, macht Ihren Text leichter, schneller, müheloser lesbar und verständlicher. Desto exakter die Sprache der Zielgruppe getroffen wird, umso höher wird die Akzeptanz des Gelesenen sein. Und je deutlicher die Satzaussage, umso besser wird auch das Verständnis und die Merkbarkeit sein.

Textorganisation
Sie umfasst die Wahl der Schrifttypen, der Schriftgröße, den Zeilenabstand, die Zeilenlänge und die Satzform. Auch die Farbwahl von der Schrift und dem Hintergrund beeinflusst die Lesbarkeit erheblich. Und auch die Wiedergabetechnik - also die Bildschirmauflösung -

Schrift
Die Auswahl von Bildschirmschriften ist begrenzt. Für einen Lesetext benutzt man meist die vorhandenen Systemschriften, die auch bei der Mehrzahl der Benutzer vorausgesetzt werden kann. Dazu gehören Arial, Helvetica, Courier. Die Systemschriften sind für die Bildschirmdarstellung optimiert und benötigen sehr wenig Speicherraum.

Inzwischen gibt es auch neue Schriften, die für die Bildschirmwiedergabe bestens geeignet sind, aber nicht in allen Systemen verfügbar sind. Sie müssen dann mitgeliefert werden, etwa bei PDF-Dateien.

Formale Anforderungen an die Bildschirmlesbarkeit sind:

  1. hohe x-Höhen (die konstante Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober- und Unterlänge) im Verhältnis zur Gesamthöhe der Schrift;
  2. offene Binnenräume
    (ausgeglichener Weißraum innerhalb und zwischen den der Zeichen);
  3. gleichmäßige Balkenstärken.

Der Unterschied zu den Druckmedien ist, bei den am Bildschirm Serifenschriften in kleinen Schriftgraden schlechter lesbar als Serifenlose. Dies hängt aber mit der Bildschirmauflösung zusammen. Die durchschnittliche Auflösung von 72 dpi besitzt eine Pixelgröße von etwa 0,35 mm, was annähernd dem typografischen Punkt entspricht. Grundsätzlich gilt deshalb: je kleiner die Bildschirmschrift und je feiner die Linien, desto schlechter ist ihre Darstellung an einem Bildschirm. Slab-Serif-Schriften (Serifen betonte Schriften) mit breitlaufendem Charakter sind aber gut verwendbar, wie beispielsweise Courier. Aber auch aus ergonomischen Gründen sollte Ihr Text auf dem Bildschirm in einem größeren Schriftgrad gesetzt sein als bei Druckmedien. Denn der Leseabstand ist größer.

Die Laufweite mancher Schriften ist zu eng für eine Bildschirmdarstellung. Es sieht so aus, als ob die Buchstaben sich berühren würden. Dieses erschwert natürlich das Lesen. Abhilfe schafft man durch das Spationieren. Bei einem hellem Text auf einem farbigem ist diese Korrektur unbedingt notwendig, da es die Überstrahlung am Bildschirm optisch verringert.

Aber ohne Abstände keine Wörter. Angemessene Wortabstände definieren doch klare Wortbilder. Zu geringe Abstände behindern den Lesefluss. Aber zu große oder unregelmäßige Wortabstände sind auch benutzerunfreundlich. Sie entstehen bei unsachgemäßem Blocksatz: oder einer zu geringen Zeichenzahl pro Zeile.

Leserichtung und Textbreite
Das Lesen ist ein erlernter Vorgang. Und seit Urzeiten trainiert unsere abendländische Kultur uns darauf, von links nach rechts und von oben nach unten zu lesen. Man Orientiert sich von Textblock zu Textblock und an dem Lesefluss von Zeile zu Zeile.

Aber auch ein zu geringer Zeilenabstand stört das flüssiges Lesen. Das Wortbild wird auch durch die zu nahe Folgezeile beeinträchtigt und der Einstieg von Zeile zu Zeile wird dann schlechter gefunden. Bei zu langen Texten können Einzüge - der nach rechts versetzte Beginn der ersten Zeile eines Textblocks - die Orientierung fördern. Für das Lesen am Bildschirm sind kurze Zeilen für das bessere Verstehen geeignet.

 

 
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