Die perfekte Web-Site

von Fries Websolutions

Was unterscheidet eigentlich eine gute Web-Seite, von einer schlechten Web-Seite? Die Frage kann man vielleicht aus dem Bauch heraus beantworten, aber das ist wohl nur die halbe Wahrheit. Komischerweise haben viele Menschen einen ähnlichen Geschmack, aber wenn es um Werbung geht, bleibt die Frage, ob ein Produkt ankommt, dann ist die Antwort plötzlich mit sehr viel Geld verbunden.

Dann liegt es ja wohl näher, nach den verborgenen Mechanismen bei uns zu suchen, die unser Empfinden steuern und bei Web-Sites macht dies das: Usability Lab, an der Düsseldorfer Fachhochschule.

Ein Professor ist Leiter des Forschungsprojekts, der hat das Ziel, um die systematische Beobachtung der Interaktion von Mensch und Maschine. Es wird mit einer Infrarot-Kamera der Gesichtsausruck und die Augenbewegung aufgezeichnet und so anschließend analysiert. Dabei verrät die Pupille, wie der Inhalt auf ihn emotional wirkt. Zusammen mit einer Werbeagentur nimmt ein Team von Wissenschaftlern seit einem Jahr Websites auseinander und das mit eigentlich verheerenden Resultaten.

Als Benutzer wird man systematisch verärgert, dabei geben viele entnervt auf, bevor sie sich durch undurchdringliche Site-Layouts durchgekämpft haben. Dabei finden die meisten Nutzer die gesuchte Information nicht, doch eigentlich sollten gerade Online-Shops dem Käufer entgegenkommen, um ihre Ware an zu bietet. Doch in der Realität sieht das oft ganz anders aus.


 

Der größte Fehler ist  eine falsche Struktur von Webseiten, denn  die Techniker und Programmierer formalisieren Prozesse, gerne in Form von Flussdiagrammen. Doch diese Baumstruktur ist nach den Ergebnissen der Wissenschaftler, aber völlig ungeeignet für Websites. Doch was zählt, ist die "emotionale und assoziative Dramaturgie". Wobei die Web-Seiten wollen mehr den Charakter von Zeitschriften erhalten und der Einfluss von Informatikern auf die Gestaltung ist schon zu groß.

Bei einer  Analyse beschränken sich Forscher nicht nur auf Beobachtungen, sondern werden in sogenannten Tiefeninterviews Testpersonen ausgiebig zu ihren Surferlebnissen ausgefragt und was Surfer von einer Seite erwarten, lässt sich nun in acht Punkten zusammenfassen:

  • Aktuelle Informationen
  • Verständliche Informationen
  • Kompetente Suchfunktion
  • Informationsgehalt
  • Nutzen
  • Kompetenz
  • Attraktive Gestaltung
  • Schnelle Dialogmöglichkeit

Auch die Flops wurden ermittelt: Sechs Punkte, die Surfer am meisten nerven:

  • Unübersichtlichkeit
  • Keine Reaktion auf Anfragen
  • Unverständliches, Unklares
  • Geringer Informationsgehalt
  • Falsche Versprechungen
  • Unzureichende Beantwortung von Emails

Eine Düsseldorfer Werbeagentur lässt ihre Webseiten nun regelmäßig überprüfen, doch dazu braucht man allerdings nicht immer eine Uni oder einen Dienst Leister.  Viele haben schon  mit Hilfe ihrer Leser, Usability Tests für Site-Entwürfe durchgeführt. So können schon bei der Planung, Fehler verhindert werden. So kann die Attraktivität einer Seite, nur gemessen in Klicks und Verweildauer, kann so um zehn bis dreißig Prozent erhöht werden.

 

 
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