Im Auge des Betrachters

von Fries Websolutions

Unsere Wahrnehmung der Umwelt unterliegt bestimmten Prinzipien, doch wer diese kennt, kann den Zugang zu seiner Website dem Benutzer, erheblich erleichtern.

1. Form und Grund

Eine der menschlicher Wahrnehmung besteht darin, dass man den jeweils wahrgenommen Ausschnitt seiner Umwelt, in einzelne Objekte und Hintergrund unterteilt. Doch damit kann man beim Erstellen von Webseiten entgegen kommen, in dem man Objekt und Hintergrund, auch durch Kontraste, deutlich voneinander trennt. Das ist auch möglich durch Einsatz von Farben.

Oben hebt sich die Grafik des Objektes, deutlich vom Hintergrund ab und dabei weist die untere Grafik einen Mangel auf, von Farb und Helligkeitskontrast.

Wenn man nun Form und Grund voneinander getrennt hat, bleibt nun die Frage, wie sich jetzt die wahrgenommen Objekte zueinander verhalten werden und genau diese Prinzipien werden hier beschrieben.

2. Das Prinzip der Nähe

Denn Dinge, die sehr nahe beieinander liegen, werden fast immer als zusammengehörig wahrgenommen und so macht es in der Praxis auch Sinn, Inhaltliches optisch zu gruppieren. Wobei man Gleiches zusammensetzt und Ungleiches trennt, das lässt sich am besten an Linklisten verdeutlichen.

Die hier eingefügte Leerzeile trennt den Bereich Kultur, von dem Bereich Sport und ermöglicht damit ein schnelles Erfassen der beiden Themenbereiche.

3. Das Prinzip der Ähnlichkeit

Auch als zusammengehörig wahrgenommen, werden Dinge, die einander sehr ähneln. Das kann sich auf die Farbgebung oder aber auch auf die Form beziehen. Dabei könnte die Linkliste zum Beispiel auch so unterteilt werden:

Dabei ermöglicht die Ähnlichkeit der Farben, die Zuordnung zu den unterschiedlichen Rubriken.

4. Das Prinzip der Geschlossenheit

Wobei sich optische Gruppierungen auch erzielen lassen, wenn man Objekte durch einen geschlossenen Umriss oder mit einer Umrahmung versieht. Hier sind Grafiken, in einem Artikel, mit einer dünnen und schwarzen Linie umrandet. Dieser bildet einen geschlossenen Bereich und der hebt sich vom textlichen Inhalt des Artikels ab. Doch optische Trennungen werden durch den Einsatz von offenen Trennlinien erzielt. Wobei manchmal die einzelnen Postings durch schwarze Balken getrennt werden.

5. Das Prinzip der guten Fortsetzung

Die Objekte lassen sich gut gruppieren, wenn man ihnen einen fortlaufenden Charakter verleiht. Das geschieht durch Anordnung vertikalen oder horizontalen Linien, oder auch auf Kurven. Dabei werden die einzelnen Wörter, die Objekte, nicht nur durch ihre sinngemäße Abfolge, sondern auch durch die Unterstreichung , der horizontale Linie,  zu einer Einheit verbunden.

Doch dabei ist es wichtig, dass die Linien auch sichtbar sein müssen, aber es reicht, wenn die Elemente auf einer gedachten Linie, oder Kurve, geordnet sind.

Neben diesen "Gruppierungsgesetzen" gibt es noch zwei weitere Gesetze:

6. Das Prinzip der Prägnanz oder der guten Gestalt

Ein Prinzip sagt zum Beispiel, dass einfache, symmetrische Formen, besser wahrgenommen werden, und im Gedächtnis bleiben, wie komplizierte Gebilde. Das kommt bei der Erstellung von Logos vor, da diese sich schnell einprägen und auch lange im Gedächtnis gespeichert werden.

7. Erkennen und Einordnen

Auch neben den optischen Eigenschaften eines Objekts, spielt dessen Einordnung, an einen sinngemäßen Zusammenhang, unserer Wahrnehmung eine große Rolle, denn hierbei ist die Erfahrung des Betrachters und seine Erwartungshaltung Maß gebend.

Ein Beispiel: Fügt man eine Abbildung eines Automobils in eine Straßenabbildung ein, so wird das vom Betrachter schnell wahrgenommen und auch schnell eingeordnet. Denn das Objekt befindet sich in einem normalen Zusammenhang, aber es wäre aber auch möglich, das Automobil auf einer Sofaecke zu platzieren, wobei solche Brüche im Einzelfall als zusätzliche Anregung eingesetzt werden können, doch sie hemmen aber erstmal die Einordnungskompetenz des Betrachters.

 

 
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